Frau war heute an anderem Werk, aber dann doch noch ein paar Minuten im Garten - bei Prachtwetter. Musste doch schauen, wie es den angelockten Mitbewohner:innen geht.
Das Sedum, das seit Jahrzehnten an einer eigentlich suboptimalen Stelle steht, lockt als Spätblüher alle möglichen Wild- und Zahmbienen an. Wenn man am oberen Bild genau schaut, so entdeckt man auch das zweite Fluggerät, das sich oberhalb der unschärfelnden Kollegin unter den Blüten versteckt.
Wenn es Sie interessiert, wieviele Tiere vom Sedum profitieren, schauen Sie einmal hier nach. Sehr empfehlenswerte Site übrigens. Nicht nur für Naturgärtner:innen und solche, die es werden wollen.
Auf der winzigen Blüte der heimischen Kleinen Seerose (Nymphaea candida) spazieren auch kleine Tiere rum. Soll ich Ihnen eine Lupe leihen? Tut mir leid, konnte trockenen Fußes nicht näher ran und wollte auch die sehr gschreckten (man könnte auch scheuen) Frösche nicht stören.
Am Ast der abgestorbenen Weichsel (wissen Sie, dass die in Deutschland Sauerkirsche heißt?) hat eine Spinne ein Wunderwerk geschaffen. Noch haben sich nur Samen drin verfangen, das wird aber wohl nicht so bleiben.
Schlaue Spinne. Denn der Totholzstamm lockt alle möglichen Insekten an. Sie sitzt also direkt am Buffet. Werde nicht eingreifen.
Ein bisserl weiter rechts, am schon verwitternden, moosbewachsenen Stamm, hat eine Wespe erkannt, wofür dieser vor sich hinmorscht. Hoffentlich macht sie einen großen Bogen um das Spinnennetz.
Von meinem Sitzplatz aus entdecke ich noch einige andere Netze. Die Schöpferinnen sind anderweitig beschäftigt oder lauern versteckt. Würde sie gerne sehen und identifizieren.
Naja, identifizieren ist leicht übertrieben. Mein Wissen um Wildbienen, Spinnen & Co ist erschreckend minimal und ich muss/will dringend mein diesbezügliches Wissen erweitern.
Wie ich so dasitze und vor mich hinschaue, tanzen die silbrigen Fäden, die ich gerne und bewusst wie ehedem Altweibersommer nenne, im Wind durchs Blattwerk. So viele Aufnahme hab ich gemacht, keine ist wirklich was geworden. Hier könnte man mittig im Hintergrund zwei parallele, zarte weiße Streifen erkennen. So man wollte.
Da lobe ich mir doch die bodenständige Quitte, die mit ihrem Fastschongelb gegen das Blau des Himmels knallt. Mit diesem Bild überanstrenge ich Ihre Augen wenigstens nicht. Das Bild widme ich Ihren Augen mit Entschuldigung für die Überanstrengung. ;)
Sollten Sie sich dafür interessieren, was Sie zur Förderung von Insekten tun können, so schauen Sie sich doch zum Beispiel einmal dieses Video an. DIY Insektenparadies. Muss mich auch noch weiter schlau machen, wie ich meine "Totholzskulptur", die ich Ende Mai gebaut habe, optimieren kann. Bepflanzen werde ich sie voraussichtlich nicht, warte lieber, was sich so ansiedelt, wenn auch die frischen Stämme und Äste sich zu zersetzen beginnen.
Gehaben Sie sich wohl, bis bald einmal in Ihrem oder meinem naturnahen Garten!
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